Museen

Vorbemerkung:
Ich möchte hier keine Museen verlinken, aber auf sie aufmerksam machen. Mit dem Namen des jeweiligen Museums erhält man im Internet gewünschte Informationen wie Öffnungszeiten, Anfahrt oder Sonderausstellungen usw.

Hier werden nur Museen gelistet, die irgendetwas mit Molasse, Miozän oder Danuvius guggenmosi zu tun haben, und die ich bereits selber besucht habe. Ich möchte dabei vor allem auf die "kleineren" Museen aufmerksam machen und nehme gerne Hinweise entgegen. In Heimatmuseen findet man auch Fossilien aus dem Miozän.

Keine Regel ohne Ausnahmen. Also habe ich auch Museen, die mich beeindruckt haben, aber nicht die Kriterien Molasse und Danuvius erfüllen mit dabei. Einfach, weil sie mich beeindruckt haben.


Die Fotos dürfen nicht ohne Genehmigung der entsprechenden Museumsleitung weiter verwendet werden.






Überblick der Museen

1. Museum: Stadtmuseum Mainburg
2. Museum: Meteorkratermuseum Steinheim am Albuch
3. Museum: Südschwäbisches Archäologiemuseum Mindelheim
4. Museum: Sieben-Schwaben-Museum Türkheim
5. Museum: Heimatmuseum Kirchheim i. Schw.
6. Museum: Paläontologisches Museum München
7. Museum: Naturmuseum der Stadt Augsburg
8. Museum: Museum Mensch und Natur München
9. Museum: Naturkundemuseum Bamberg
10. Museum: Naturkundemuseum Ostbayern Regensburg
11. Museum: Südtiroler Archäologiemuseum Bozen in Südtirol, Italien








Foto: Mainburg 07.08.2022
rechts: Kurzfuß-Nashorn Prosantorhinus germanicus, Jungtier, Schädel und dazugehöriger Unterkiefer mit Milchgebiss


Stadtmuseum Mainburg
im Hopfenland Hallertau
Geschichten und Geschichte aus Mainburg und der Hallertau
Abensberger Str. 15
84048 Mainburg
etwa 152 km von Pforzen entfernt

Thema:
Hier wird eine dauerhafte Sonderausstellung unter dem Titel Hasenhirsch und Hundebär - Der Sensationsfund in der Hallertau über die Grabungen in Sandelzhausen gezeigt. Die Funde stammen aus der Oberen Süßwassermolasse und werden auf 16 Millionen Jahre datiert.
Klein, aber sehr fein!








Foto: Steinheim 05.03.2022
links: Schnappschilkröten - Chelydropsis; rechts: Bärenhund - Amphicyon


Meteorkratermuseum
Hochfeldweg 5
89555 Steinheim am Albuch
etwa 138 km von Pforzen entfernt

Thema:
Steinheimer Becken, Meteoriteneinschlag vor ca. 15 Mio. Jahren - Geologie und Fossilien aus der Tertiärzeit

Hier gibt es auch einen geologischen Lehrpfad mit Informationstafeln (ca. 6 km) und einen längeren Meteorkrater-Rundwanderweg.

Ein Ausflug lohnt sich!








Foto: Mindelheim 08.09.2022
links: Blätter und Flussperlmuscheln aus Breitenbrunn, Landkreis Unterallgäu; rechts: Urelefanten aus der Oberen Süßwassermolasse von Mindelheim


Mindelheimer Museen
Südschwäbisches Archäologiemuseum
Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München
im Jesuitenkolleg
Hermelestraße 4
87719 Mindelheim
nur etwa 19 km von Pforzen entfernt

Thema:
Schwerpunkt in diesem Museum sind die Besiedlungs- und Kulturgeschichte von Südschwaben von der Eiszeit bis ins frühe Mittelalter. In einer Vitrine am Beginn der Ausstellung sind Funde aus der Oberen Süßwassermolasse präsentiert.

Sehr einladend und informativ!
Daneben lohnt sich ein Besuch im Krippen- und Textilmuseum im selben Gebäude!












Fotos: Türkheim 11.09.2022

oben: Walnussblatt
Kiesgrube Breitenbrunn, ca. 10 Mio. Jahre alt

rechts: Dinotherium bavaricum
Kirchdorf, 1988 beim Autobahnbau gefunden



Sieben-Schwaben-Museum Türkheim
Maximilian-Philipp-Str. 32
86842 Türkheim
nur etwa 17 km von Pforzen entfernt

Thema:
Vor- und Frühgeschichte, Ortsgeschichte und Handwerk

Eine sehr fesselnde Ausstellung!
... und immer wieder findet man Spuren aus der Oberen Süßwassermolasse!








Foto: Kirchheim 19.03.2023
Fauna und Flora: Fossile Funde aus der oberen Süßwassermolasse im Raum Kirchheim i. Schw.


Heimatmuseum Kirchheim
im Rathaus Kirchheim
Marktplatz 6
87757 Kirchheim i. Schw.
nur etwa 33 km von Pforzen entfernt

Thema:
Das Heimatmuseum ist im heutigen Rathaus beheimatet. Hier werden fossile Blattabdrücke, Zähne und Knochen aus der Sandgrube Breitenbrunn (Obere Süßwassermolasse) gezeigt. Das Museum ist leider nur an den beiden Marktsonntagen im Jahr geöffnet. Es ist daher angeraten sich im Rathaus zu erkundigen. Bitte auch auf die Postleitzahl achten.

Ein lohnender Besuch!
















Fotos: SNSB-BSPG
rechts: Mühldorfer Urelefant
oben: Plataeosaurus aus Ellingen (Mittelfranken)



Paläontologisches Museum München
Richard Wagner-Straße 10
80333 München
etwa 86 km von Pforzen entfernt

Thema:
Mit dem Paläontologischen Museum präsentiert sich die Paläontologie München der Öffentlichkeit. Es zeigt imposante Skelette aus der Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere. Neben dem größten Dinosaurier Bayerns zählen hierzu Skelette von Reptilien aus der Zeit vor den Dinosauriern, Flugsaurier, Fischsaurier sowie Säugetiere aus der jüngeren Erdgeschichte. Hier ist vor allem das Skelett des berühmten Mühldorfer Ur-Elefanten zu nennen, aber auch diverse Vertreter des Eiszeitalters wie Höhlenbär und Riesenhirsch.
Des weiteren erwartet die Besucher aktuelle Sonderausstellungen zu wechselnden Themen, die exotische Tierwelt in Bayern vor 16 Millionen Jahren sowie eine "Reise" durch 4 Milliarden Jahre Leben. Ein weiteres Highlight ist das Münchner Exemplar des Urvogels Archaeopteryx.
(Text: Dr. Martin Nose, SNSB)

Eine spannende Ausstellung in besonderer Architektur!
Und viel Spaß für die ganze Familie bei freiem Eintritt!








Foto: Augsburg 21.07.2022
Archaeobelodon, Der Augsburger Urelefant "Junki" - ein Schaufelzahnelefant


Naturmuseum der Stadt Augsburg
Ludwigstraße 14
86152 Augsburg
etwa 64 km von Pforzen entfernt

Thema:
Schwerpunkt dieses Museums ist die Molasse (Obere Süßwassermolasse).
Dieses Museum bietet auch eine reichhaltige Sammlung der Flora im Miozän.
Archaeobelodon ist ein 15 Millionen Jahre alter Fund, der in einer Kiesgrube von Junkenhofen (Kreis Pfaffenhofen an der Ilm) gemacht wurde. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung wird der Urelefant nun im Augsburger Naturmuseum präsentiert.

Ein sehr beeindruckender Fund!








Foto: Museum Mensch und Natur

Vitrine mit Fossilien aus der späteren Tertiärzeit
Alter zwischen 11 und 17 Millionen Jahren
links unten ein Rüsseltier - Gomphotherium (Unterkiefer, obere Backenzähne und Stoßzähne)
in der Mitte ein Stamm einer Palme (Palmoxylon)
rechts davon ein Urhirsch (Procervulus), Schädel
senkrecht stehend der Oberschenkel eines Rüsseltieres (Dinotherium bavaricum) mit dem Unterkiefer (ganz rechts)
über dem Stamm der Palme: ein Kleines Kurzfuß-Nashorn (Prosantorhinus), Schädel
desweiteren sind in der oberen Reihe Blattfossilien von Ulme (ganz links), dann gemeinsam Pappel, Weide, Lorbeergewächse (zweite von links), dann Kastanie (dritte von links) und Platane (ganz rechts) zu sehen.


Museum Mensch und Natur
Schloss Nymphenburg
(im Nordteil des Schlosses)
80638 München
etwa 85 km von Pforzen entfernt

Thema:
Die Dauerausstellung des Museums ist in Themenbereiche aus den Bio- und Geowissenschaften gegliedert. Im Bereich zur "Geschichte des Lebens" werden Fossilien aus den verschiedenen Erdzeitaltern und die Evolution des Menschen präsentiert. Beeindruckend ist auch eine Nachbildung des bereist aufrecht gehenden Menschenaffen Australopithecus afarensis "Lucy".

Ein Museum, in dem man immer wieder neue und spannende Ecken entdeckt!
Schon unsere Kinder waren vor 25 Jahren begeistert!








Foto: Bamberg 03.05.2022
links: historische Vogeleiersammlung, rechts: unbestimmte fossile Schildkröte aus Wattendorf, so in der Ausstellung des Naturkundemuseums Bamberg zu sehen.


Naturkunde-Museum Bamberg
Fleischstraße 2
96047 Bamberg
etwa 268 km von Pforzen entfernt

Thema:
Neben dem berühmten historischen und beeindruckenden Vogelsaal (Naturalienkabinett mit tausenden Vogelpräparaten, gegründet 1791) war für mich die Ausstellung "Frankenland am Jurastrand" (Urzeit Frankens, vor 150 Mio. Jahren) besonders interessant. Und man findet hier auch Lügensteine!

Der Vogelsaal, ein Naturalienkabinett, ist ein Highlight einer Präsentation!
Es muss nicht immer Danuvius oder Molasse sein.








Foto: Museumsarchiv H. Stolz
links: Ehem. Württembergisches Palais, rechts: Deinotherium


Naturkundemuseum Ostbayern
Am Prebrunntor 4
93047 Regensburg
etwa 204 km von Pforzen entfernt

Thema:
In der Dauerausstellung "Entwicklung des Lebens im Erdaltertum" ist neben Molasse-Funden ein spannender Bereich der Archäologie gewidmet. Ein Highlight der Ausstellung: ein etwa 6000 Jahre altes Originalskelett aus einem Gräberfeld.

Ein lohnender Besuch! Hier kann man die Erdgeschichte erkunden.








Foto: (c) Südtiroler Archäologiemuseum/ A. Ochsenreiter
"Ötzi", der Mann aus dem Eis, eine Rekonstruktion der Paläo-Künstler Adrie und Alfons Kennis auf wissenschaftlicher Grundlage.


Südtiroler Archäologiemuseum
Museumsstraße 43
39100 Bozen, Italien
etwa 268 km von Pforzen entfernt

Thema:
Dieses Museum ist "Ötzi", dem Mann aus dem Eis, gewidmet. In der Ausstellung ist die Gletschermumie aus der Kupferzeit zu sehen. Der Mann aus dem Eis lebte vor über 5300 Jahren. Im Museum wird neben seiner Mumie kriminalistisch der Fund mit seiner Bekleidung und Ausrüstung aufgearbeitet.

Vom Feinsten! Es ist spannend, wie das Leben von Ötzi anhand des Fundes nachvollzogen werden kann.






Naturhistorisches Museum Wien
nhm Wien
Wien, Österreich
Maria-Theresien-Platz

Thema:
Sehr umfangreiche biologische, erdwissenschaftliche, anthropologische und archäologische Sammlungen
Beeindruckende Fossiliensammlung mit sehr präzisen, verständlichen Texten.
Tolles Ambiente!












Foto: Bamberg 03.05.2022
Würzburger Lügensteine, so zu sehen in der Ausstellung des Naturkundemuseums Bamberg

Lügensteine
Eibelstädter oder Würzburger Lügensteine, auch Beringersche Lügensteine

Thema:
Ich bin im Frankenland aufgewachsen, habe aber nie etwas von diesem Phänomen gehört. So bin ich umso mehr amüsiert, seit ich im Oktober 2020 zum ersten Mal durch einen Flyer in Ochsenfurt davon erfahren habe. Ich besuchte das Triasmuseum in Kleinochsenfurt und wurde über die Geschichte aufgeklärt. Lausbuben hätten sich einen Streich erlaubt und diese "Fossilien" selber modeliert und am Fuße des Weinbergs vergraben. Wie der Arzt und Philosoph Prof. Johann Beringer mit dem Fund, der ihm im Jahre 1725 präsentiert wurde, umging, ist nicht ganz eindeutig überliefert. Anekdoten gibt es mehrere und lassen einen schmunzeln.
Ich schmunzele darüber, an welchen Orten mir diese Steine begegnen: angefangen hat es im Trias-Museum in Klein-Ochsenfurt. Dem folgten Bamberg/ Naturkundemuseum und Wien/ Naturhistorisches Museum.




zurück zur Startseite