Ausstellungen zu Danuvius guggenmosi



Hier gebe ich einen Überblick über mir bekannte aktuelle und vergangene Ausstellungen zu Danuvius guggenmosi, ergänzt um Schilder in der Gemeinde Pforzen und einen Wanderweg

Überblick der Ausstellungen

Sonderausstellung Skelette - Choreografen der Bewegung
Wanderausstellung Molassic Park
Pforzen: Eine Gemeinde - zwei Ausstellungen (mit Wanderausstellung)
Bauernhofmuseum Jexhof: Udos Welt
Stadtmuseum Ingolstadt: Vom Affen zum Ich - Lucy, Udo, Neandertaler
Tübingen MUT:UDO - Der erste Fußgänger
Info-Pavillon in Pforzen
Udo Info Box in Pforzen
Texttafeln in Pforzen
Wanderweg Schlosspark 17

Derzeit ist mir keine aktuelle Ausstellung zu Danuvius guggenmosi bekannt (Stand April 2024).








Sonderausstellung im Museum Mensch und Natur in München

Katzen (Felis catus) und im Hintergrund Flusspferd (Hippopotamus amphibius)
Foto: Kathrin Glaw, Museum Mensch und Natur, München, 2024



Skelette - Choreografen der Bewegung
22. März 2024 bis 27. April 2025

Flyer "Skelette - Choreografen der Bewegung"
Pressemitteilung "Skelette - Choreografen der Bewegung"


Eine phantastische Ausstellung, die den Zusammenhang zwischen Bewegung und Knochenbau vermittelt! Das ist die Grundlage dafür, wie wir die Fossilien von Danuvius guggenmosi interpretieren. Diese Ausstellung trägt somit sehr fundiert zum Verständnis dieser Zusammenhänge bei.



Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung.
Artikel AZ vom 13.04.2024


Auf der Seite Museen gibt es weitere Informationen zum Museum Mensch und Natur in München (Punkt 8). Museen








Wanderausstellung Molassic Park




Fotos: Museum Mensch und Natur, München, 2021


Molassic Park - eine Expedition zu Bayerns Menschenaffen, Urelefanten und subtropischen Wäldern.

Dies ist eine Wanderausstellung, die gemeinsam vom Museum Mensch und Natur in München, vom Botanischen Garten in München-Nymphenburg, von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München, BIOTOPIA Naturkundemuseum Bayern und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen konzipiert wurde.
Der Start dieser Sonderausstellung war in München in der Winterhalle des Botanischen Gartens. Parallel dazu wurde ein Themenpfad zu Pflanzenfossilien im Freiland des Botanischen Gartens angelegt und es wurde am Biotopia LAB ein pädagogisches Programm angeboten (02.07.2021 - 05.09.2021).
Die Wanderausstellung wurde im Naturkundemuseum Bamberg (28.10.2021 - 08.05.2022), im Jura-Museum Eichstätt (25.05.2022 - 06.11.2022) und im RiesKraterMuseum Nördlingen (16.12.2022 - 05.11.2023) gezeigt.
Derzeit ist sie nicht zu besichtigen, sie soll aber weiter gezeigt werden. Aktuell ist noch nicht bekannt, wo das sein wird. Erst in der zweiten Hälfte 2024 wird hierzu Neues zu erfahren sein (Stand 04.01.2024).

Hier werden Repliken von Danuvius guggenmosi und weiterer Funde aus der Tongrube der Hammerschmiede präsentiert und in das Thema Molassebecken eingebunden. Zudem wird der mögliche aufrechte Gang des Danuvius guggenmosi dargestellt.

Der Abguss des Mühldorfer Urelefanten, ein Gomphotherium, war nur in München zu sehen. Inzwischen steht er wieder an seinem ursprünglichen Platz im Lichthof des Paläontologischen Museums in München, wo er weiterhin besichtigt werden kann.

Sehr, sehr lohnend!







Pforzen: Eine Gemeinde - zwei Ausstellungen (mit Wanderausstellung)

Die Gemeinde Pforzen wollte ihren "Sensationsfund" zeitnah präsentieren. Die selbe Idee kam vom Landratsamt Ostallgäu, das für Pforzen zuständig ist. Das führte zu der Doppelausstellung in Pforzen unter dem Motto:
"Eine Gemeinde - zwei Ausstellungen".

Im Alten Feuerwehrhaus und Spritzenhaus Pforzen, Bahnhofstraße 16
Geöffnet von 24.10. bis 01.11.2020, coronabedingt verkürzt, sowie am 11.-13. Juni 2021.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten wurden für die Allgemeinheit Führungen für Schulen oder Gruppen angeboten.
Die Doppelausstellung wurde mit dem Titel "Auf den Spuren der Urmenschen und Die Grabungen in der Hammerschmiede" beworben.



Foto: Pforzen, Januar 2021

Der erste Teil "Auf den Spuren der Urmenschen" stellt Danuvius in eine Evolutionsausstellung der Firma Expo-Fauna, Tussenhausen. Diese existierende Ausstellung war von Herrn Luksch (Expo-Fauna) in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungszentrum für Archäologie des Emslandes entwickelt worden. Sie beschäftigt sich mit der Frage, woher wir kommen. Herr Luksch präsentiert hier seine Idee einer Weichteilrekonstruktion des fossilen Menschenaffen Danuvius guggenmosi.



Foto: Pforzen, Juni 2021

Der zweite Teil "Die Grabungen in der Hammerschmiede" ist eine gelungene Wanderausstellung der Firma koopdesign, Marktoberdorf, mit dem Thema "Pforzen vor 12 Millionen Jahren". Dieser Ausstellungsteil gliedert sich in fünf Bereiche: Zeit und Ort, Die Funde, Sensation Udo, Udo und die Presse und Die Grabungen.
Dieser zweite Teil wird als "Die Wanderausstellung" in weiteren Orten gezeigt. Leider erhält sie dabei verschiedene Namen und wird nicht aktualisiert. Sie spiegelt also die Fundsituation von 2019 wider (Stand Februar 2024).

Im Außenbereich wurde auf andere Themen der Pforzener Geschichte aufmerksam gemacht.




Fotos: links im Landratsamt Marktoberdorf, März 2022; rechts Sparkassen-Passage Kaufbeuren, Mai 2022

Ausstellungsorte der Wanderausstellung:
Die Weichteilrekonstruktion des Danuvius guggenmosi wandert mit.
Landratsamt Marktoberdorf (Wanderausstelllung UDO - Sensation Udo und die Grabungen in der Hammerschmiede), in der Sparkassen-Passage Kaufbeuren (UDO - Die Sensation aus der Hammerschmiede), Hofmühle Immenstadt, Unterthingau im Roten Schloss, Türkheim (Udo Danuvius guggenmosi - Ganz schön affig?!), Germaringen (UDO Wanderausstellung), Textilhaus Stammel in Buchloe (Senstationsfund in der Hammerschmiede - eine Ausstellung zu den Funden in Pforzen), Kulturhaus in Bad Wörishofen (UDO Die Sensation aus der Hammerschmiede), Benninger Ried und Gemeinde Mauer in Baden-Württemberg
Diese Ausstellungen sind alle beendet.

In 2024 geplante Ausstellungen:
Vor Ausstellungsbesuch sollte man sich selber erkundigen, ob die Ausstellung hier geöffnet ist.
Modehaus Stammel in Mindelheim (19.02.2024 - 09.03.2024)
Museum Schloss Brenz in Sontheim an der Brenz (01.05.2024 - 22.06.2024)
Haus zum Gugger in Bad Wörishofen (01.07.2024 - 18.08.2024)

Zum Verständnis:
UDO = Urzeitliches Diorama Ostallgäu, Udo = männliches Individuum von Danuvius guggenmosi. Teilweise werden die Titel ausschließlich in Großbuchstaben widergegeben, so dass man hier nicht unterscheiden kann, ob nun UDO oder Udo gemeint ist.
Funde in Pforzen gibt es auch zu Alemannen und Kelten, so ist eine "Ausstellung zu den Funden in Pforzen" nicht ausreichend verständlich. Archäologen denken hier eher an die bedeutende "Runenschnalle von Pforzen", eine silberne alemannische Gürtelschnalle.
Einheitliche und eindeutige Titel wären wünschenswert.
Diese Wanderausstellung ist nicht zu verwechseln mit der Wanderausstellung "Molassic Park".








Bauernhofmuseum Jexhof: Udos Welt


links: Miozän-Garten, Foto: Dr. Christian Laugwitz - rechts: Blick in die Ausstellung


Udos Welt. Leben im subtropischen Alpenvorland vor 12 Mio. Jahren

Sonderausstellung im Bauernhofmuseum Jexhof
in 82296 Schöngeising bei Fürstenfeldbruck
vom 07. Juli 2022 bis 04. Februar 2024

Hier wurden Themen um Danuvius guggenmosi präsentiert. So ist ein Miozän-Garten gleich vor dem Museum angelegt, der die Botanik vor etwa 12 Mio. Jahren näher bringt. Die Krebsschere ist eine Pflanze!
Die aufbereiteten Themen ergänzten den einzigartigen Fund des Menschenaffen, so dass wir seine damalige Umwelt besser verstehen, nachvollziehen konnten.







Vom Affen zum Ich - Lucy, Udo, Neandertaler. Auf der Spur der Urzeit-Menschen.

Stadtmuseum Inoglstadt
Zentrum Stadtgeschichte - Stadt Ingolstadt
28.02.2023 bis 25.06.2023

Eine Ausstellung der Firma Expo-Fauna, Herr Luksch, Tussenhausen
Da ich persönlich diese Ausstelllung nicht besucht habe, kann ich hier keine Beschreibung abgeben. Ich gehe davon aus, dass hier die Weichteilrekonstruktionen der Pforzener Ausstellung gezeigt wurden. Lucy ist ein Menschenaffe, vielleicht ein Vormensch, aber "Udo" ist ein Menschenaffe und sicherlich kein Mensch. So ist der Titel eine ungünstige Wahl.







Tübingen MUT: UDO - Der erste Fußgänger


Fotos: V. Marquardt, MUT


MUT in Tübingen im Schloss Hohentübingen, MUT = Museum der Universität Tübingen
31.01.2020 bos 31.05.2020, verlängert bis 01.11.2020 (unter Corona-Bedingungen)

Die erste Ausstellung zu Danuvius guggenmosi fand in Tübingen statt:
Hier konnten Repliken der Funde des männlichen Individuums bestaunt werden.
Diese Ausstellung sollte auch nach Pforzen geholt werden, was aber nicht passierte.







Info-Pavillon in Pforzen



Zusammen mit dem Landkreis Ostallgäu gab die Gemeinde Pforzen eine Machbarkeitsstudie bei der Firma frankonzept in Würzburg in Auftrag (vorgestellt am 16. Juli 2021). Umfang der Präsentation des Danuvius guggenmosi sind hierbei ein Informationspavillon, eine Ausstellungsplattform an der Tongrube der Hammerschmiede und in weiter Zukunft ein Besucherinformationszentrum.
Aufgrund dieser Studie entschied die Gemeinde Pforzen, einen Pavillon zum Thema Danuvius guggenmosi zu bauen. Im Dezember 2023 war Spatenstich. Der Pavillon soll im Mai 2024 aufgestellt werden (Stand März 2024). Über die innere Gestaltung ist öffentlich noch nichts bekannt.
Desweiteren sollen ein Wanderweg zur Tongrube und an der Tongrube eine Ausstellungsplattform folgen. Dazu fehlen aber noch konkrete Planungen. Ein angedachtes Besucherinformationszentrum darf angezweifelt werden. Das Projekt wird finanziell vom Landkreis und dem bayerischen Staat unterstützt. Kosten, die über einen genehmigten Etat hinausgehen, wird die Gemeinde Pforzen tragen müssen, genauso muss sie für den Unterhalt sorgen.
Dieser Info-Pavillon wird in Form eines D aus Holz errichtet. Das "D" soll Touristen anlocken und an Danuvius erinnern. Es wäre erfreulich, gäbe es noch einen Hingucker, der auch Ortsfremden vermittelt, dass es sich hier um einen paläontologischen Fund eines Menschenaffen handelt.
Der Pavillon soll die Infobox des Fördervereins ersetzen.







Udo Info Box in Pforzen



Seit Juni 2022 gibt es am Kreisverkehr der B16 in Pforzen eine Infobox zu Danuvius mit wechselnden Präsentationen. Diese Infobox soll als vorübergehende Zwischenlösung dienen, bis der geplante Pavillon von der Gemeinde fertig gestellt ist. Sie wird vom Förderverein UDO - Danuvius guggenmosi e.V. betrieben. Die Texttafeln in der Infobox zu Danuvius guggenmosi stammen aus der Pforzener Doppelausstellung "Auf den Spuren der Vormenschen" der Firma Expo-Fauna. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Danuvius nicht als Vormensch zu betrachten ist. Die wechselnde Bestückung des Pavillons erfolgt durch den Förderverein, leider mit mangelnden Erläuterungen, so dass Zusammenhänge nicht ersichtlich werden.
So sieht man seit mehreren Monaten eine Schaufensterpuppe, die über einem Tisch gebeugt ist. Dieses soll wohl eine ältere Methode des Schlämmens darstellen. Dabei wird das Bodenmaterial mit Wasser gespült und die Funde werden ausgelesen. Inzwischen arbeitet das Grabungsteam mit einem Rotationssieb ("Rosie").







Texttafeln in Pforzen


Das linke Schild steht am Ortseingang an der Wertachbrücke, das rechte Schild steht vor dem Gemeindegebäude.
"Der aufrechte Gang kommt aus Pforzen" ist wissenschaftlich nicht belegt. Das Jahr 2019 war nicht das Fundjahr, sondern das Jahr der Veröffentlichung des Fundes. (beide Fotos 2021)


Der Rostudo steht in Pforzen vor der Schule. (Foto 2020)







Wanderweg Schlosspark 17
Rund um die Hammerschmiede - In der Heimat von UDO

vorgeschlagener Aussgangspunkt: Pforzen, Auf den Auen, am Fußballplatz (Foto 2024)



(linkes Foto 2022, rechtes Foto 2023)

Dieser Wanderweg startet auf den Auen in Pforzen (Sportpark) und führt durch das bewaldete Umland von Pforzen und Irsee. Dieser Weg hat nichts mit UDO oder Udo, dem Menschenaffen, zu tun. UDO ist ein Kunstwort und steht in dieser Variante auf dem Flyer zu dieser Wanderroute. UDO würde das UrzeitDiorama Ostallgäu bedeuten, was es vielleicht nie gibt. Die Tongrube wird umrundet, aber es gibt keine Möglichkeit, hineinzuschauen. Das ist auch streng verboten und vor allem lebensgefährlich! Hier könnte man eine 25 m hohe Wand abstürzen, die nicht erkennbar senkrecht nach unten fällt. Hier gibt es keine Informationen zu dem Menschenaffen, der Fundort ist nicht markiert. In der Grube wird Ton abgebaut, der für Ziegelsteine benötigt wird. So sind hier schwere Baufahrzeuge unterwegs. Eine Aussichtsplattform, von der aus ein Blick in die Grube möglich wäre, ist angedacht, existiert aber noch lange nicht. Nur so viel ist klar, es wird aus Kostengründen kein Aussichtsturm gebaut.
Lediglich sich wiederholende Informationstafeln am Wanderweg weisen darauf hin, dass hier in der Nähe ein besonderer Fund gemacht wurde. Ein schöner Wanderweg, aber ohne Bezug zu Danuvius.
Dieses ist noch nicht der Weg, der mit Informationstafeln zur geplanten Aussichtsplattform an der Tongrube führen soll. Dieser wird hoffentlich kommen, gestaltet mit wissenschaftlich fundierten Inhalten.




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